KONTRASTE

Carmen Jauch spielt an der Orgelskulptur in Alpirsbach

 

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Kontraste zeigen Gegensätze und Gegensätze erzeugen Spannung und Spannung bringt Dynamik und Dynamik bewirkt Lebendigkeit und Lebendigkeit sorgt für Begeisterung und…?

 

Carmen Jauch stellt in ihrer neuen CD große Orgelwerke Johann Sebastian Bachs zeitgenössischen Werken gegenüber. Dabei sind nicht nur Kontraste innerhalb einer Zeitspanne von 300 Jahren zu hören, es gibt auch Kontraste zwischen den einzelnen neuen Kompositionen zu entdecken. Schneider, Gubaidulina, Locklair und Hagedorn könnten nicht gegensätzlicher sein, jeder hat seine eigene musikalische Sprache, seinen eigenen Kompositionsstil.  
Apart mag das Stück von Hagedorn erscheinen. Über sein Werk „Stehen und Gehen“ schreibt er: „Sowohl bei der Orgel als auch bei elektronischer Klangerzeugung stammt die Energie, die zur Klangerzeugung benötigt wird, nicht vom spielenden Musiker. Schon früher gab es beim Orgelspiel immer Kalkanten, welche die Blasebälge der Orgel mit Luft gefüllt haben, die vom Organisten dann in die entsprechenden Pfeifen „gelenkt“ wurde. So auch bei Elektronischer Klangerzeugung, bei der Stromspannungen gesteuert, aber nicht vom Spieler erzeugt werden. Ein weiterer Zusammenhang findet sich auch in den Anfängen der Elektronischen Musik der 50er Jahre. Das Prinzip der additiven Klangerzeugung fand sich schon in Orgeln mehrere Jahrhunderte zuvor wieder. Durch den Zusammenklang verschiedener Obertöne werden bestimmte charakteristische Klänge erzeugt. In meinen Kompositionen für Orgel und Elektronik finden sich diese Gemeinsamkeiten wieder, jedoch sollen sich auch die jeweiligen Unterschiede und Qualitäten herauskristallisieren, wodurch deutlich wird, dass das eine das andere nicht ersetzen, aber wunderbar ergänzen kann.“

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© Carmen Jauch